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Kartographie der deutschsprachigen "Recht und Gesellschaft"-Forschung

Wissenschaftlicher Workshop, 06.-07.Oktober 2006, Humboldt-Universität zu Berlin,

Ziel des Workshops

Im angloamerikanischen Raum gehört es zur interdisziplinären Ausbildung in der „Recht und Gesellschaft“ - Forschung (Law & Society bzw. Socio-legal Studies), dass junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die dieses selten betretene Gebiet erkunden wollen, sich zunächst einen detaillierten Überblick über das Neuland verschaffen.  Sie erarbeiten sich individuell eine „Landkarte“ des Forschungsfeldes und identifizieren damit die maßgebliche Literatur, innerhalb derer sie ihr Forschungsvorhaben verorten können.  Jedoch anders als im üblichen Literaturbericht einer wissenschaftlichen Arbeit geht es dabei um die Erschließung des gesamten interdisziplinären Territoriums aus individueller Perspektive – die kartographische Vorarbeit der Forschungsreise.

Der Workshop nimmt diesen Gedanken auf. Da aber die interdisziplinäre Landkarte der deutschsprachigen „Recht und Gesellschaft“ –Forschung noch durch viele weiße Flecken gekennzeichnet ist, zielt der Workshop darauf, kollaborativ die Konturen der Landschaft zu skizzieren und wichtige Orientierungspunkte darin zu bestimmen. Eingeladen sind alle, die sich mit eigenen Forschungen den Risiken wenig befahrener Wege zwischen den Disziplinen aussetzen, und interessiert sind, gemeinsam den Plan neu zu zeichnen.

Der zweitägige Workshop wird durch die Teilnehmenden aktiv mitgestaltet. In Plenen, strukturierten Arbeitsgruppen und „Open Space“-Sessions suchen sie die konzeptionelle Ausrüstung zusammen und stellen gemeinsam die Weichen für künftige disziplin- und themenübergreifende Forschung im deutschsprachigen Raum. Übergreifendes Ziel des Workshops ist, dass sich Arbeitsgruppen bilden, die den Workshop überdauern und gemeinsame Projekte gestalten. In dieser Hinsicht setzt dieser Workshop an, wo die Nachwuchskonferenz im November 2005 in Halle aufhörte und dient gleichzeitig als Vorbereitung deutschsprachiger Nachwuchsbeiträge für die Internationale Konferenz zu Recht und Gesellschaft im Juli 2007 in Berlin. Die Debatte wird angeregt durch Vorträge und eine Podiumsdiskussion, in denen erfahrene Forscher/innen ihre Perspektiven austauschen.

Als Ausgangspunkt schlagen wir die folgenden Arbeitsgruppen vor, die ermöglichen sollen, die üblichen disziplinären und thematischen Grenzen zu überschreiten und gemeinsame Forschungsinteressen zu entdecken.

  • Globale, europäische und transnationale Perspektiven
  • Recht, Kultur und Rechtsbewusstsein
  • Recht, Markt und Entwicklung
  • Differenz, Ungleichheit und soziale Gerechtigkeit
  • Recht und Theorie
  • Gerichte und andere rechtliche Akteure
  • Regulierung und soziale Kontrolle

Im Laufe des Workshops sollten sich diese Arbeitsgruppen nach den Vorstellungen der Teilnehmenden verändern und entwickeln und so die Forschungslandschaft neu bestimmen.

Veranstalter

Der Workshop wird vom Berliner Arbeitskreis Rechtswirklichkeit (BAR) organisiert (Vorbereitungsteam: Christian Boulanger, Helen Hartnell, Christina Loskant) und von der Vereinigung für Rechtssoziologie e.V. mitveranstaltet und gefördert. Gastgeber des Workshops ist der Lehrstuhl Prof. Dr. Susanne Baer, LL.M., Juristische Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin.

Workshopablauf

hier geht es zum Tagungsplan.