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Sie sind hier: Startseite Veranstaltungen BAR Vortragsreihe Abstracts 2004-05 Tobias Sommer: Recht im Film
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Tobias Sommer: Recht im Film

Abstract

In Amerika ist "Recht und Film" schon länger ein Thema. Doch sind Gerichtsfilme über die bloße Unterhaltungsfunktion auch für deutsche Juristen und Nichtjuristen interessant? Und was bewirken diese Filme? Gibt es gar eine eigenständge deutsche Tradition? Richter haben in Deutschland keine Perücken auf dem Kopf und klopfen auch nicht mit dem Hammer auf ihren Richtertisch, wenn wieder einmal ein Tumult im Saal losgebrochen ist. Auch eine Jury sucht man in deutschen Gerichtssälen vergebens. Deutsche Staatsanwälte und Richter sind auf Lebenszeit berufen und müssen nicht, wie einige ihrer amerikanischen Kollegen, bei ihren Entscheidungen immer auch an die nächste Wahl zu ihrem Amt denken. Und die "Wahrheit" kommt eher selten bei einem Kreuzverhör ans Licht, wo Angeklagte, wahlweise auch Zeugen oder Sachverständige, von Anwälten geschickt in die Enge getrieben, keinen anderen Ausweg mehr sehen, als umfassend zu gestehen. Der Vortrag von Rechtsanwalt Tobias Sommer zu seinem Promotionsvorhaben befasst sich mit der Frage nach Darstellungen von Recht im deutsschprachigen Film am Beispiel "Rosen für den Staatsanwalt" von Wolfgang Staudte (1959).