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Auswertung der Umfrage

Bei der Anmeldung zur Konferenz wurden auch ein paar allgemeine Fragen zu den Teilnehmerinnen und zur Rolle der Rechtssoziologie gestellt. Hier veröffentlichen wie einige Ergebnisse. Die Daten sind nicht repräsentativ und auch nicht nach den Regeln der empirischen Sozialforschung erhoben oder ausgewertet.

Disziplinäre Zuordnung

(Mehrfachnennungen möglich)


Rechtswissenschaft

58

39,73%

Rechtssoziologie

16

10,96%

Soziologie

16

10,96%

Politikwissenschaft

13

8,90%

Geschichte

7

4,79%

Anthropologie / Ethnologie

6

4,11%

Kulturwissenschaft

6

4,11%

Philosophie

6

4,11%

Kommunikationswissenschaft

3

2,05%

Geschlechterstudien

2

1,37%

Kriminologie

2

1,37%

Linguistik

2

1,37%

Entwicklungsforschung

1

0,68%

Geographie

1

0,68%

Humangeographie

1

0,68%

Literaturwissenschaft

1

0,68%

Psychologie

1

0,68%

Religionswissenschaft

1

0,68%

Rhetorik

1

0,68%

Verwaltungswissenschaft

1

0,68%

Wirtschaftswissenschaften

1

0,68%

Summe

146

100,00%


Arbeitsgebiet

(Mehrfachnennung möglich)

Studium / Promotion

60


Forschung / Lehre / Universität

48


Anderes

9


Juristische Praxis

5


Politikberatung

2


Politik

2


Juristische Praxis

1


Summe

127



Identifikation mit der Rechtssoziologie

(Mehrfachnennungen möglich)

Ich kann mir vorstellen, meine wissenschaftliche Arbeit dem Forschungsbereich der 'Rechtssoziologie' (im weitesten Sinn) zuzuordnen.

30

34,48%

Ich kann mir vorstellen, meine Arbeit in einer Zeitschrift für rechtssoziologische Forschung zu veröffentlichen.

29

33,33%

Ja, ich würde meine Arbeiten als 'rechtssoziologisch' bezeichnen.

15

17,24%

Nein, ich kenne rechtssoziologische Arbeiten, aber meine fällt nicht darunter.

10

11,49%

Ich kann mit der Kategorie 'rechtssoziologisch' nicht viel anfangen.

3

3,45%

Gesamtanzahl

87

100,00%


Rolle der Rechtssoziologie

Sie ist eine zentrale Quelle für Theorieentwicklung, auf der andere Disziplinen dort, wo sie sich mit Recht und sozialer Wirklichkeit befassen, aufbauen sollten.

24

40,00%

Sie könnte dazu beitragen, die Theorieentwicklung in anderen Disziplinen stärker zu verknüpfen.

22

36,67%

Sie kann als Impulsgeber und Anregung dienen, aber ist eine separate Disziplin mit anderen Erkenntnisinteressen, Methoden und Theorien.

14

23,33%

Summe

60

100,00%


Rechtssoziologische Lehrbücher

Ja, ich habe schon einmal damit gearbeitet.

40

57,14%

Nein, aber ich habe es vor.

15

21,43%

Ja, sie sind die Grundlage meiner Forschungs- / Lehrtätigkeit.

11

15,71%

Nein, noch nie, und ich sehe auch nicht die Notwendigkeit.

4

5,71%

Summe

70

100,00%


Organisationen der Rechtssoziologie

(Mehrfachnennungen möglich)

Sektion Rechtssoziologie in der Deutschen Gesellschaft für Soziologie

18

25,71%

Berliner Arbeitskreis Rechtswirklichkeit

16

22,86%

Vereinigung für Rechtssoziologie

16

22,86%

Law and Society Association

12

17,14%

Socio-Legal Studies Association

3

4,29%

Research Committee on the Sociology of Law of the International Sociological Association

2

2,86%

Forschungskomitee Rechtssoziologie in der Schweizerischen Gesellschaft für Soziologie (SGS)

1

1,43%

Réseau Droit et Société

1

1,43%

The Onati International Institut for the Sociology of Law in Spain

1

1,43%

Gesamtanzahl

70

100,00%


Freie Antworten aus der BAR-Umfrage

Motivation


  • Die interdisziplinäre Herangehensweise

  • Das Zusammentreffen der verschiedenen Disziplinen

  • Ich schreibe gereade über das Rechtssystem in Argentinien aus eine soziologische Perspective und nach der Theorie von Niklas Luhmann. Für stellt dies die Möglichkeit dar eine Einstieg in die Rechtssoziologie.

  • Vorträge zu Interlegalitätsforschung und lex mercatoria

  • Ich finde es spannend, mich mit perspektiven anderer disziplinen auf recht auseinanderzusetzen und bin schlicht und ergreifend neugierig auf das vielfältige Programm.

  • Wir möchten unsere Verlagsleistung den Teilnehmern vorstellen. Der wissenschaftliche Nachwuchs und junge Professoren sind unsere Ansprechpartner.

  • Verschiedene Ansätze der neueren rechtssoziologischen Forschung

  • Session 1.2, 3.3, 5.1, 5.2, 7.3

  • "1. Konferenzthema, 2. Empfehlung von Prof. Martin Morlok an der Heinrich-Heine-Uni Düsseldorf"

  • Die Vernetzung von Themen, der interdisziplinäre Zugang und folglich die spannenden Leute, die dort zusammentreffen werden

  • "Vorträge, vor allem D. Kohlhagen 'the legal world of 'economic' migrants...' u.a."

  • Das Thema Öffentlich-Privat als Kategorien

  • Das Thema

  • Die Interdisziplinarität

  • "1. der übergreifende wissenschaftliche Ansatz 2. die Themen einiger Referate im Besonderen, 3. Wissenschaft live und persönlich"

  • die interdisziplinäre Perspektive

  • das Thema

  • Völkerstrafrecht, Rechtspluralismus und Ethnizität, Verfassungslehre

  • Über Emailliste (bitte unten angeben)

  • Überblick über die 'Forschungslandschaft'

  • Ich bin neugierig, habe Gutes über frühere Veranstaltungen gehört, und außerdem kenne ich einige Referenten...

Rechtssoziologie – Identifikation


  • Mir persoenlich gefaellt die englische Bezeichnung 'Law and Society' besser und ich wuerde mich aufgrund meiner sehr empirisch angelegten Forschungstaetigkeit eher dort einordnen.

  • Ich spreche lieber von 'Soziologie der Justiz'

  • Ich arbeite nicht empirisch und kann (nur) theoretisch an rechtssoziologische Ergebnisse und Debatten anknüpfen.

Rolle der Rechtssoziologie


  • Um diese Frage beantworten zu können, kenne ich mich zuwenig mit den anderen 'Rechtsdiziplinen' aus.

  • Es hängt wiederum vom Begriff ab. Sofern man die R. bereits selbst für ein disziplinenübergreifendes Forschungsfeld hält, trifft die erste Nennung zu.

  • "'Rechtswissenschaften' sind natürlich 'Gesellschaftswissenschaften'.

  • Ich kenne keine dezidiert rechtssoziologischen Arbeiten. Wenn ich 'Rechtssoziologie' höre, dann denke ich 'Soziologie des Richterstandes' sei gemeint, was mich vielleicht mal, aber nicht immer interessiert. Wenn der Ausdruck aber allgemein die Auswirkungen des Rechtes auf Menschen meint oder allgemein das praktische Funktionieren des Rechts, die 'lebendige' Anwendung von 'toten' Gesetzen, dann ist jeder Jurist, der über die Angemessenheit eines Gesetzes an die Lebenswirklichkeit nachdenkt, oder überhaupt nur an die direkten Konsequenzen eines Beschlusses für das Rechtssubjekt, ein Rechtssoziologe.

  • Ich weiß also nicht, was Rechtssoziologie ist, und ich weiß sie weder von den eigentlichen Rechtswissenschaften, noch von den anderen Disziplinen des geistes- und gesellschaftswissenschaftlichen Randes der Rechtswissenschaften abzugrenzen. Bislang bin ich Rechtsphilosoph und Rechtshistoriker, vielleicht werde ich ja auch noch Rechtssoziologe. Ich bin auf die Tagung gespannt.

  • Allerdings habe ich in Frankreich studiert, wo der Begriff der Rechtssoziologie keinen guten Stand hat. Ich wusste beispielsweise nicht (Frage 26), dass es rechtssoziologische Lehrbücher gibt, bzw., Lehrbücher, die sich so nennen."

  • Die Feministische Rechtswissenschaft, mit der ich mich befasse, hat viele rechtssoziologische Aspekte, ebenso aber auch rechtspolitische und dogmatische. Kriminologie ist wohl auch eine Form der Rechtssoziologie und interessiert mich im Moment sehr.

  • die Kategorie 'meine Arbeit' passt nicht richtig; geschrieben habe ich zuletzt ein Vorlesungsskript der Vorlesung Rechtssoziologie, käuflich bei Buchhandlung Mauke in HH

  • Sie SOLLTE eine zentrale Quelle fuer Theorieentwicklung sein, aber zur Zeit bin ich der Meinung, dass sie -- selbst in den USA -- es nicht ist, sondern dass RS sich viel aus anderen Disziplinen leiht (borgt?). Dies heisst aber lange nicht, dass RS auch in den USA 'marginal' ist. Es ist drueben ein Wachstumsgebiet, institutionally speaking. Ich rede hier nur ueber die intellektuellen Beitraegen, die RS zum allgemeinen Wissen macht.

  • Der grundsätzlichen Gefahr jeglicher Interdisziplinarität, wissenschaftliche Paradigmen zu verwenden, ohne deren Implikationen voll zu berücksichtigen, und Wissen nicht zu vereinfachen und zu läutern, sondern zu verkomplizieren, ist die (Rechts)soziologie nicht immer sinnvoll begegnet; den Menschen als zoon politikon zum Maßstab auch rechtswissenschaftlicher Forschung zu setzen erscheint jedoch Bedingung jeder nicht im Dogmatischen verhafteten Rechtsforschung.

  • Sie leistet im Kontext eines Methodenpluralismus einen wichtigen Beitrag zur transdisziplinären Vernetzung in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Recht. Morgen würde ich es anders formulieren.

  • Viel von dem Stoff, was in Deutschland als RS bezeichnet wird, heisst 'public law' in den USA und wird als Subfield von Politikwissenschaft betrachtet. 'Public law' in diesem Sinne bedeutet etwas ganz anderes als 'oeffentliches Recht' im deutschen Sinne. Soweit ich es beurteilen kann, umfasst RS im deutschen Sinne sowohl 'Sociology of Law' (Diszpilin SOZIOLOGIE) als auch 'Public Law' (Disziplin POLITIKWISSENSCHAFT) in den USA.

Grundlagenwerke der Rechtssoziologie


  • u.a. Blankenburg Mobilisierung des Rechts und Rehbinder, Rechtssoziologie

  • Rehbinder, Rechtssoziologie

  • Schriften von Niklas Luhmann, Max Weber, Schelsky, Jürgen Habermas etc. Ich wirke bei der Redaktion der Fachzeitschrift 'Rechtstheorie' (Verlag Duncker&Humblot) mit.

  • M. Rehbinder, Rechtssoziologie

  • Max Weber, Rechtssoziologie Eugen Ehrlich, Grundlegung der Soziologie des Rechts Thomas Raiser, Das lebende Recht Hubert Rottleuthner (div.

  • N.Luhmann 'Rechtssoziologie', Band 1/2, 1983, 2 Aufl.,Opladen 1983

  • Raiser Rottleutner Roehl uvm

  • Eigentlich alle deutschen und einige englische.

  • Lehrbücher: zB Rottleuthner, Röhl, Rehbinder, Raiser, Cotterrell Grundlagenwerke: die 'Klassiker', zB Durkheim, Ehrlich, Weber, Geiger, Luhmann etc.

  • Ich würde sagen, es ist eine Grundlage meiner eigenen Forschungstätigkeit neben anderen. Ich nenne folgend nur Kürzel und eine Auswahl: Geiger, Vorstudien

  • z.B. Weber: Wirtschaft und Gesellschaft Luhmann: Rechtssoziologie, Recht der Gesellschaft Durkheim: Physik der Sitten und des Rechts Ehrlich: Soziologie und Jurisprudenz

  • Max Weber, Rechtssoziologie H. Rottleuthner, Rechtssoziologische Studien zur Arbeitsgerichtsbarkeit

  • z. B. Rehbinder

  • Röhl (1987): Rechtssoziologie Luhmann (1969): Legitimation durch Verfahren

  • Raiser, Luhmann, Rottleuthner, Friedman, Rehbinder, Röhl, Weber, Schelsky, Ehrlich, Durkheim

  • Luhmann, Ausdifferenzierung des Rechts Röhl, Rechtssoziologie usw.

  • Raiser, Thomas (1995). Das lebende Recht, Rechtssoziologie in Deutschland. Rehbinder, MAnfred (1993). Rechtssoziologie. Gephart, Werner (1993). Gesellschaftstheorie im Recht. Das Recht im soziologischen Diskurs der Moderne.

  • Lehrbücher von Blankenburg, Luhmann, Raiser, Röhl

  • Raiser, Das lebende Recht; Rottleuthner, Einführung in die Rechtssoziologie; Rehbinder, Rechtssoziologie; Röhl, Rechtssoziologie

  • Ich kenne nur die literatur auf englischer Sprache, die zu ausfuehrlich ist, hier aufzuzeichnen. Aber darueber sollten wir vielleicht noch reden.

  • Röhl

  • Röhl

  • Max Weber, Eugen Ehrlich, Niklas Luhmann

  • Nein, nur spezifische Aufsätze.

  • Luhmann, Rechtssoziologie; T. Raiser, Rechtssoziologie; Teubner (ed.), Global Law without a state ?; etc.